In Südflorida verwechselt man Spektakel leicht mit Architektur. In dieser Ecke des Staates hat es noch nie an Häusern gefehlt, die sich auf das Wasser freuen, für Drohnenaufnahmen posieren oder sich eine vage mediterrane Fantasie ausdenken, die genauso intestine nach Scottsdale, Arizona, wie entlang der Intracoastal gehören könnte.
Max Strang hat einen Großteil seiner Karriere damit verbracht, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Seine Häuser sind zweifellos dramatisch, aber ihre Dramatik hat einen Zweck: Schatten, Luftzirkulation, Privatsphäre, Struktur, Höhe und Widerstandsfähigkeit. In einer Area, in der Design oft importiert wirkt, liest sich Strangs Arbeit wie etwas Selteneres – Architektur, die nur von hier stammen kann.
Diese Sensibilität hat den in Miami ansässigen Architekten zu einer der prägenden Designstimmen des Staates gemacht. Dieses Jahr markiert auch den 25. Jahrestag seiner Firma STRANG mit Hauptsitz in Coconut Grove, die von AIA Florida zur Firma des Jahres 2025 gekürt wurde. Wenn man Strang jedoch fragt, wo die Dinge im Jahr 2026 stehen, scheint er weniger an Feierlichkeiten interessiert zu sein als an dem, was als nächstes kommt.
„Wir haben immer noch das Gefühl, dass wir gerade erst anfangen“, sagte er gegenüber Way of life.
Dieser Antrieb macht Sinn für jemanden, dessen Design-Weltanschauung sowohl durch Kindheitserinnerungen als auch durch formale Ausbildung geprägt wurde. Strang wuchs in Florida in einem von Gene Leedy entworfenen Einfamilienhaus in Winter Haven auf und struggle schon früh in die Ideen der Sarasota Faculty vertieft, wo Architektur orts- und klimaorientiert und zutiefst regional geprägt struggle. Später kamen die College of Florida, die Graduiertenschule an der Columbia und prägende Erfahrungen, die seine Perspektive erweiterten, ohne den ursprünglichen Faden zu durchtrennen. Was blieb, struggle die Überzeugung, dass die Architektur hier mit der Landschaft zusammenarbeiten sollte, anstatt sie zu bekämpfen.
Strang nennt seinen Ansatz „Umweltmodernismus“, und der Ausdruck findet Anklang, weil es sich nicht um leeres Branding handelt. „Wir respektieren das Klima und die Geografie Südfloridas wirklich“, sagte er. „Ich denke, ein wichtiger Teil der Architektur ist die Verwendung lokaler Materialien.“ Das kann Oolith oder Keystone in Miami sein, warme Hölzer, die den Elementen standhalten, oder Beton, der so behandelt wird, dass er sich eher fühlbar als streng anfühlt. Strang spricht mit besonderer Überzeugung über „echte Materialien“ – Stein, nachhaltig gewonnenes Holz und strukturierter Beton – und wie sie einem Zuhause sowohl Authentizität als auch Beständigkeit verleihen.
Diese Aufmerksamkeit für das Materials verleiht seinen Projekten auch ihren Ort. Seine Häuser stehen nicht nur in einer üppigen Umgebung – sie scheinen dazu zu gehören. Sie rahmen Banyans und Flussbiegungen ein, filtern Licht durch vertikale Lamellen und machen Schatten zu einem Luxus und nicht zu einem nachträglichen Gedanken.
Nur wenige Projekte spiegeln dies besser wider als die Tuckman-Residenz am New River in Fort Lauderdale, eines von Strangs bekanntesten Werken in Broward County. Er nennt es bemerkenswert, weil es das erste Mal struggle, dass sein Unternehmen in einem Projekt eine Kurve verwendete, eine Geste, die vom Standort und seinen Ansichten bestimmt wurde. Aber seine wahre Stärke liegt darin, wie seine Kühnheit mit Leistung verdoppelt wird. Die vertikalen Lamellen des Hauses definieren laut Strang mehr als nur die Fassade. Sie bieten Privatsphäre, helfen bei der Entwässerung und tragen in manchen Fällen auch zur Struktur bei.
„Die Identität des Hauses hängt mit der Leistung des Gebäudes zusammen“, sagte er.
Diese Philosophie prägt auch eines der neueren Werke des Unternehmens, die Van der Vlugt Residence in den Florida Keys. Das über der Landschaft gelegene Haus umfasst eine Palette aus Naturstein, Beton und Holz und reagiert gleichzeitig direkt auf die Realität des Küstenlebens.
„Es wurde vom Boden abgehoben“, erklärte Strang. „Erstens für Hurrikan-Sturmfluten. Zweitens für den Anstieg des Meeresspiegels. Und drittens, weil wir dadurch einige sehr interessante Räume darunter schaffen können.“
Das Ergebnis ist eine Struktur, die sich fashionable und elementar anfühlt, Haltbarkeit mit Wärme in Einklang bringt und gleichzeitig die Umweltrealitäten der Keys berücksichtigt.
Dasselbe Ethos zieht sich durch ein weiteres prägendes Projekt: das Rock Home in Coconut Grove, wohl das Werk, das Strang erstmals auf die architektonische Landkarte brachte. Das 2004 als Wohnhaus seiner Familie fertiggestellte Wohnhaus vereinte Einflüsse der Sarasota-Schule, des tropischen Modernismus und der Geologie Miamis zu einem Haus, das sowohl ursprünglich als auch raffiniert wirkte. Später erlangte es große Anerkennung, nachdem es in Michael Manns „Miami Vice“ als Versteck eines Drogenbosses auftrat, was seine Überlieferung weiter festigte.
Es gibt auch eine Entwicklung, die im gesamten Werk von Strang sichtbar ist. Frühere Projekte orientierten sich stark an Stein und strukturellem Ausdruck. Später wurden sie zu Rahmen und Flossen verfeinert, leiser und disziplinierter, aber nicht weniger reaktionsschnell. Dieser Fortschritt spiegelt eine umfassendere Reifung der Architektur Floridas selbst wider.
„Südflorida steht derzeit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit“, sagte Strang und verwies auf den Zustrom internationaler Firmen, die von Palm Seashore nach Miami arbeiten. Er sieht diesen Wettbewerb positiv – ein Beweis dafür, dass die Area an die Spitze der globalen Designdiskussion gerückt ist.
Doch was Strang in diesem Second besonders fesselnd macht, ist nicht, dass er unermüdlich nach internationaler Relevanz strebt. Er ist der Idee treu geblieben, dass Florida bereits über eine eigene Architektursprache verfügt. Sein Unternehmen, das mittlerweile aus einem 50-köpfigen multidisziplinären Group mit Projekten in der gesamten Karibik, in Utah und sogar in Dubai besteht, verfügt über die Größe, weit außerhalb des Staates zu arbeiten. Aber Strangs bestes Werk fühlt sich immer noch untrennbar mit diesem Ort verbunden an.
Das magazine der Grund sein, warum seine Häuser gerade jetzt so große Resonanz finden. Da immer mehr Hausbesitzer nach Räumen suchen, die bewohnbar, belastbar und mit ihrer Umgebung verbunden sind, fühlt sich Strangs Arbeit wie eine Blaupause für die Zukunft des Lebens in Florida an. Seine Architektur ist fashionable, aber nie ortslos.



